 Die
bauliche und ideelle Dominante der 3.700 Einwohner zählenden und
25 km² großen Gemeinde Ursberg, zu der die Ortsteile Bayersried, Mindelzell, Oberrohr und Premach gehören, ist das von der St. Josefskongregation ehemals geführte und nunmehr in eine öffentliche Stiftung eingebrachte Dominikus-Ringeisen-Werk.
Pfarrer Ringeisen erwarb im Jahre 1884 das im 12. Jahrhundert vom Hl.
Norbert gegründete und 1802 säkularisierte
Prämonstratenserkloster und errichtete ein Heim für
behinderte Kinder, Männer und Frauen. Das nach ihm benannte Werk
betreut insgesamt 1.700 behinderte Menschen, von denen 1.100 auch in
Ursberg wohnen.
Die Stiftung Dominikus-Ringeisen-Werk bietet in Ursberg Bildungsmöglichkeiten in seinen Sonderschulen, Ausbildung in den Lehrwerkstätten des Berufsbildungswerkes und Arbeitsplätze in der Werkstatt für behinderte Menschen. Außerdem betreibt sie eine
Fachschule für Heilerziehungspflege. Die ambulante Frühförderstelle
in Oberrohr betreut im Rahmen der Früherkennung und
Frühbehandlung von bestehenden oder drohenden Behinderungen oder
Entwicklungsstörungen Säuglinge und Kleinkinder aus dem
Landkreis Günzburg.
Die St. Josefskongregation betreibt ein Sprachliches/Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium.
Der Glanz der ehemaligen Reichsabtei mit seiner schönen barocken
Klosterkirche und einer herrlichen spätromanischen
Kreuzigungsgruppe ist ungebrochen erhalten geblieben. Sehenswert auch
die hoch über dem Ortsteil Mindelzell liegende Wallfahrtskirche
"Heilig Kreuz" und die Anlagen rund um den Michelsberg in Ursberg.
Will man jedoch die Bedeutung der auf eine lange Geschichte
zurückblickenden Gemeinde in der heutigen Zeit voll ermessen, darf
man die im landschaftlich reizvollen Mindeltal gelegene Gemeinde nicht
nur sehen, man muss das selbstverständliche Miteinander von nicht
behinderten Gemeindemitgliedern und behinderten Heimbewohnern, die
stets und unermüdliche Hilfe und Sorge von Ordensfrauen und
weltlichen Mitarbeitern für behinderte Menschen erleben.
Das Kreuz der Caritas ist deshalb nicht nur als frommes Sinnbild im
Wappen der Gemeinde aufgeführt, es leuchtet über der ganzen
Gemeinde. 
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